• ein nur vorübergehender betrieblicher Bedarf an der Arbeitsleistung
  • die Befristung im Anschluss an einer Ausbildung oder einem Studium, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern;die Vertretung eines anderen Arbeitnehmers (z.B.Schwangerschaftsvertretung, Elternzeitvertretung, Krankenvertretung)
  • die Eigenart der Arbeitsleistung (sessionale Beschäftigung)zur Erprobungin der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen;aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs und
  • der in der Praxis am häufigsten vorkommende Fall, dass die Haushaltsmittel vergütet werden, die hausratsrechtich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind.

Auch ohne Sachgrund kann ein Arbeitnehmer befristet für max. 2 Jahre beschäftigt werden. Dies gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer bereits vorher für den Arbeitgeber tätig war. Die Befristung kann maximal dreimal verlängert werden.

Häufige Fehler bei einer sachgrundlosen Befristung des Arbeitgebers ist die Nichteinhaltung der Schriftform, der Versuch, nachträglich eine Befristung nach Aufnahme der Tätigkeit zu erreichen sowie die Abänderung der Hauptleistungspflichten, insbesondere des Lohns.

Die fehlerhafte Befristung muss innerhalb von drei Wochen nach dem vertragsgemäßen Ende des Arbeitsverhältnisses gerichtlich geltend machen. Eine vorher eingereichte Klage ist unproblematisch. Eine Entfristungsklage ergibt nur dann Sinn, wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Dies ist der Fall, wenn mehr als elf Arbeitnehmer im Betrieb des Arbeitgebers beschäftigt sind und eine Beschäftigungsdauer von mehr als sechs Monate besteht. Ist das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar, so kann der Arbeitgeber jederzeit fristgerecht kündigen, sodass ein Obsiegen bei der Entfristungsklage nur einen sehr geringen wirtschaftlichen Erfolg mit sich bringen würde.

Die Klage können Sie auch persönlich einreichen. Nach Einreichung der Klage wird diese der Gegenseite zugestellt werden. Die Gegenstände erhält Gelegenheit, die zur Stellung zu nehmen. Parallel hierzu wird ein erster Güteverhandlungstermin vom Gericht anberaumt. In diesem wird das Gericht eine erste vorläufige erst Einschätzung abgeben und versuchen, die Sache gütlich durch einen Vergleich abzuschließen. Wird kein Vergleich abgeschlossen, so kommt es zum Kammertermin. In diesem Termin werden gegebenenfalls Beweise in einer Beweisaufnahme erhoben. Anschließend wird ein Urteil gefällt werden.