Die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes

Die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes

ULAK und Soka
Die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes mit Sitz in Wiesbaden ist zusammen mit der Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes dafür zuständig, die Arbeitnehmer des Gewerbes gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit zu versichern.

Die beiden genannten Kassen übernehmen die Zahlung einer Invalidenrente bei Arbeitsunfähigkeit, Zahlungen bei Arbeitsausfällen aufgrund witterungsbedingter Ursachen sowie die Zahlung von Urlaubsgeldern. Außerdem übernimmt sie teils die Finanzierung der Berufsausbildung im Gewerbe.
Ihre Gelder erlangen sie durch Beiträge der Arbeitgeber, zahlen diese nicht, so kann die SOKA Gerüstbau einen Mahnbescheid bei Gericht beantragen. Hier besteht für das betroffene Unternehmen die Möglichkeit, innerhalb von einer Woche ab ergehen des Mahnbescheides Widerspruch gegen diesen zu erheben. Wird diese Frist verpasst, so ergeht ein Vollstreckungsbescheid, gegen welchen es innerhalb einer Woche erneut möglich ist, Widerspruch zu leisten. Erreicht der Widerspruch rechtzeitig das Amtsgericht, so bestimmt dieses einen Gütetermin. Dieser Termin muss seitens des betroffenen Unternehmen mit einem Vertreter wahrgenommen werden, andernfalls ergeht ein Versäumnisurteil.

Die SOKA des Gerüstbaugewerbes ist zuständig für:

  • Sicherung von Urlaub und Urlaubsgeld
  • Sicherung des Lohnausgleichs und der Übergangsbeihilfe
  • Sicherung des Überbrückungsgeldes
  • Sicherung von Arbeitszeitguthaben
  • Förderung und Finanzierung der Berufsausbildung
  • Förderung und Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen der gewerblichen Arbeitnehmer
  • Überprüfung der Einhaltung des tariflichen Mindestlohnes

Die Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes ist zuständig für:

  • Gewährung von Beihilfen zur gesetzlichen Rente an Arbeiter und Angestellte
  • Gewährung einer einmaligen Hinterbliebenenbeihilfe an Witwe/Witwer oder minderjährige Waisen

Eine Beitragspflicht besteht vor allem bei Betrieben des Gerüstbauer-Handwerks und bei Betrieben, welche im Rahmen eines bestehenden Zusammenschlusses mit Betrieben des Gerüstbauer-Handwerks über 50 % ihrer Gesamtarbeitszeit kaufmännische/organisatorische Arbeiten übernehmen, wenn diese nicht von einem spezielleren Tarifvertrag erfasst werden. Weitere Beitragspflichtige ergeben sich aus dem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband Gerüstbau e.V, Bundesinnerung für das Gerüstbauer-Handwerk und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (hier zu sehen: https://www.sokageruest.de/downloads/tarifvertraege/)

Wir vertreten und beraten auch Sie

Als Fachanwalt für Arbeitsrecht vertritt und berät Sie Herr Rechtsanwalt Scharrer aus Wiesbaden. Aus verschiedensten Verfahren kennt Herr Rechtsanwalt Scharrer sämtliche Möglichkeiten, gegen die SOKA Gerüstbau vorzugehen.

Insbesondere prüfen wir z.B. für Sie

  1. Tarifliche Einbeziehung Ihres Unternehmens
  2. Höhe der Forderung
  3. Mögliche Gegenforderungen wie z.B. Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub
  4. Ausschlussfristen und Verjährung

Ein Rechtsstreit mit der Soka Gerüstbau kann für Unternehmen existenzgefährdend sein. Sollte eine Soka Sie auffordern, Informationen (beispielsweise über die Bruttolöhne und Umsätze) zu übersenden, so sollten Sie sich direkt an uns wenden und ihr unter keinen Umständen einen Einblick in Ihre Geschäftsunterlage gewährleisten. Eine Soka hat grundsätzlich keinerlei Anspruch auf Einsicht in diese. Sie benötigt sie jedoch, um Ansprüche gegen Sie geltend zu machen.

Die Beiträge betragen ca. 25 % der Bruttolöhne der gewerblichen Arbeitnehmer. Ansprüche können bis zu 4 Jahre rückführend geltend gemacht werden. Aufgrund unserer Erfahrungen in diesen Verfahren können wir für Sie das bestmögliche Ergebnis erzielen.