Die sogenannten Totsünden im Straßenverkehr sind in § 315c und § 315 d StGB geregelt.

Dies sind

1. Fahren unter Alkoholeinfluss oder Drogen ohne in der Lage zu sein, dieses sicher zu führen oder
2. infolge geistiger oder körperlicher Mängel ein Fahrzeug fahren, ohne in der Lage zu sein, dieses sicher zu führen.

Grob verkehrswidrig und rücksichtslos

3. die Vorfahrt nicht beachten,
4.falsch überholen oder sonst bei Überholungsvorgängen falsch fahren,
5. an Fußgängerüberwegen falsch fahren,
6.an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fahren,
7.auf Autobahnen oder Kraftfahrt Straßen wenden, Rückwärtsfahren oder entgegen der Fahrtrichtung fahren,
8. haltende oder liegen gebliebene Fahrzeuge nicht in ausreichender Entfernung kenntlich machen, obwohl dies zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist
9. ein nicht erlaubt das Kraftfahrzeugrennen ausrichten oder Durchführung,
10. als Kraftfahrzeuge an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnehmen,
11. sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit um grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegen, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Des Weiteren sind diese Totsünden:

12. Fahren ohne Fahrerlaubnis und
13. ein Kraftfahrzeug führen ohne Versicherungsschutz.

Dies sind alles Verkehrsstraftaten. Neben einer empfindlichen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe kann auch als Nebenfolge die Fahrerlaubnis entzogen werden. In diesem Fall muss die Fahrerlaubnis nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden und gegebenenfalls eine medizinisch-psychologische Untersuchung (insbesondere bei Drogendelikten oder Trunkenheit im Verkehr mit mehr wie 1,6 Promille) und bei einer längeren nicht Wiederbewilligung Fahrprüfung abgelegt werden. Des Weiteren ist der Einzug des Fahrzeuges, mit dem die Tat begangen wurde, möglich. Dies bedeutet, dass Sie im schlimmsten Fall ihr Fahrzeug verlieren.

Gegebenenfalls kann Sie ihre Haftpflichtversicherung bei einem Unfall aufgrund eines dieser Todsünden zur Regress nehmen. Sind sie ohne Versicherungsschutz gefahren, so wird der Schaden von einem Versicherungsfond auf Antrag des Geschädigtenausgeglichen. Dieser wird den Schaden in diesem Fall bei Ihnen geltend machen.