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Schuldnerberatung - Wenn die Schulden drücken

Als Rechtsanwalt berate ich im Insolvenzrecht. Die Beratung umfasst auch die außergerichtliche Schuldenbereinigung. Die außergerichtliche Schuldbereinigung ist für den Antrag eines Verbraucherinsolvenzverfahrens notwendig.

Hier finden Sie Informationen, die Sie auch ohne anwaltliche Unterstützung weiterbringen können. Leider können diese Informationen nicht die anwaltliche Beratung ersetzen und dienen daher nur zur allgemeinen Information. Diese Informationen wurden mit bestem Wissen zusammengetragen. Dennoch kann eine Haftung für diese Informationen nicht übernommen werden.

Welchem Zwecken dient die Schuldnerberatung?

Die Schuldnerberatung dient mehreren Zwecken. Zunächst soll durch diese Beratung der Grund für die Verschuldung erkannt und aufgearbeitet werden. Denn nur so kann sich der Schuldner nach einer Restschuldbefreiung so verhalten, dass keine neuen Schulden entstehen. Ein weiterer Zweck dieser Beratung ist die kostengünstige Beseitigung der Schulden durch einen Schuldenvergleich. Hierbei wird den Gläubigern eine gewisse Summe angeboten, damit die Schulden erlassen werden. Nehmen sämtliche Gläubiger dieses Angebot an, so kann hierdurch der Schuldner seine Schuldfreiheit erlangen. Hierdurch erhält der Schuldner seine wirtschaftliche Freiheit zurück, ohne dass das Verfahren in einem öffentlichen Register vermerkt wird. Dies hat den Vorteil, dass der Schuldner ggf. direkt wieder kreditwürdig wird. Für die Gläubiger hat es den Vorteil, dass die Gläubiger eine Zahlung auf eine Forderung erhalten, die wirtschaftlich aufgrund der fehlenden Zahlungsfähigkeit wertlos ist.

Aber auch im Vorfeld der Zahlungsunfähigkeit kann eine Schuldnerberatung angebracht sein. Dies ist dann der Fall, wenn der Schuldner noch nicht zahlungsunfähig ist, aber unter einem hohen Schuldenberg leidet. In diesem Fall kann ggf. durch eine Beratung der Eintritt der Zahlungsunfähigkeit verhindert werden. In der Regel sind Banken und andere Großgläubiger oft bereit, in Verhandlungen zu treten. Dies hat den Vorteil für die Gläubiger, dass die Zahlungsunfähigkeit verhindert werden kann und somit auch ein Ausfall Ihrer Forderung.

Notwendig ist aber auch eine umfassende Schuldnerberatung, um die wichtigen Forderungen, die es gilt zu erfüllen (z. B. Mietforderungen) zu erkennen und um soziale Härten zu vermeiden. Nicht selten führt die Nichtzahlung von Mieten zu einem Wohnungsverlust und somit zur Obdachlosigkeit.

Die Schuldnerberatung für das Insolvenzverfahren

Vor dem Insolvenzantrag muss gemäß § 305 InsO ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch stattfinden. Dieser Versuch muss von einer geeigneten Person unternommen werden. Insbesondere sind Rechtsanwälte für einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch geeignet. Um einen solchen Schuldenbereinigungsversuch durchzuführen, werden zunächst die Gläubiger aufgefordert, eine Forderungsaufstellung zu übersenden. Anhand dieser Forderungsaufstellungen wird dann ein Schuldenbereinigungsplan entwickelt. Dieser kann eine einmalige Zahlung, aber auch flexible Ratenzahlungen beinhalten. Stets sollte der Plan beinhalten, dass nach der Durchführung des Sanierungsplanes die Gläubiger auf die restlichen Forderungen verzichten. Eine besondere Art des Insolvenzplans ist der sogenannte Nullplan. Bei dem starren Nullplan werden den Gläubigern keinerlei Zahlungen angeboten. Bei dem flexiblen Nullplan, der in der Regel eine Laufzeit von mindestens 5 Jahren aufweisen soll, wird den Gläubigern die Zahlung über der Pfändungsfreigrenze versprochen. In der Regel werden von den Gläubigern nur Pläne akzeptiert, die eine Erfüllung Ihrer Forderungen in Höhe von mindestens 30 % vorsehen. Dennoch muss aufgrund des starren Gesetzes stets ein solches außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren durchgeführt werden.

Was kostet eine Schuldenberatung?

Die Kosten einer Schuldenberatung sind abhängig vom Aufwand der Tätigkeit. Eine einfache Schuldnerberatung wird wie eine Erstberatung abgerechnet. Die Erstberatung kann gegenüber dem Verbraucher mit maximal € 190,00 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer und Auslagen berechnet werden. Daher kann eine Erstberatung inklusive Auslagen und 19 % Umsatzsteuer für Verbraucher maximal bei € 243,60 liegen.

Mit meinen Mandanten vereinbare ich in der Regel eine Erstberatungsgebühr in Höhe von 119,00 € brutto (€ 100,00 zuzüglich € 19,00 (19 % Umsatzsteuer)) für die ersten 30 Minuten und eine Gebühr von € 226,10 (€ 190,00 zzgl. € 36,10 (19 % Umsatzsteuer)), wenn die Beratung bis zu 60 Minuten dauert. Zuvor können meine Mandanten mir die Unterlagen vollständig zukommen lassen, damit ich diese sichten kann. Dies hat den Vorteil, dass ich in der Regel eine Erstberatung innerhalb von 30 Minuten abschließen kann.


Kosten des Schuldbereinigungsversuch

Der außergerichtliche Schuldbereinigungsversuch ist nicht kostenlos. Erhält der Schuldner Beratungshilfe, so kostet dieser Versuch dem Schuldner nur €15,00. Ansonsten erhält der Anwalt eine Vergütung i.H.v. 71,40 € inkl. Mehrwertsteuer (60,00 € zzgl. 19 % Mehrwertsteuer) je Gläubiger. Bei Kleinverfahren bis zu 3 Gläubigern erhält der Rechtsanwalt abweichend hiervon 214, 20 € inklusive Mehrwertsteuer (€ 180 zzgl. 19 % Mehrwertsteuer). Des Weiteren müssen die Auslagen des Anwalts i.d.R. von € 23,80 inklusive Umsatzsteuer vom Mandanten getragen werden.

Wird mit den Gläubigern ein Vergleich abgeschlossen (erfolgreicher Schuldenbereinigungsplan), so erhält der Anwalt eine zusätzliche Einigungsgebühr in Höhe von € 178,50 inkl. Mehrwertsteuer (€ 150,00 zzgl. 19 % Mehrwertsteuer).

Bei einem nicht erfolgreichen Schuldenbereinigungsplan ist in der Regel die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzantrages notwendig. Dieses Verfahren kann durch den Schuldner auf das hierfür vorgesehene und im Internet frei verfügbare Formular beantragt werden. Wird das Formular fehlerhaft ausgefüllt, kann die Restschuldbefreiung ggf. versagt werden.

Für die Kontrolle des Verbraucherinsolvenzantrages erhält der Rechtsanwalt € 119,00 inklusive Umsatzsteuer (100,00 € zzgl. 19% Umsatzsteuer). Wird der Verbraucherinsolvenzantrag durch den Rechtsanwalt ausgefüllt, erhält der Anwalt für diese Tätigkeit € 200,00 inklusive Umsatzsteuer (168,07 € zzgl. 19 % Umsatzsteuer).

Sind Fragen offen geblieben? Wollen Sie sich anwaltlich vertreten lassen? Rufen Sie mich an oder klicken Sie auf Kontakt.

Letzte Änderung am Dienstag, 13. November 2018 um 08:04:47 Uhr.

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Aufgaben des Rechtsanwaltes


Sämtliche Rechtsanwälte sind Organ der Rechtspflege. Als solches Organ haben wir Rechtsanwälte die Aufgabe, unsere Auftraggeber mit rechtsstaatlichen Mitteln zum Recht zu verhelfen und unsere Mandanten vor ungerechtfertigten Forderungen zu schützen. Zu diesem Zweck können wir Rechtsanwälte jedermann beraten oder vertreten, soweit die Gegenseite nicht in der selben Sache beraten oder vertreten wurde. Wurde die Gegenseite beraten oder vertreten und würden wir Rechtsanwälte dennoch Sie vertreten, so würden wir einem Interessenskonflikt unterligen und die Interessen sowohl der Gegenseite, wie auch Ihre Interessen veraten.

Im Rahmen der Beratung werden Sie als Mandant über die Rechtslage, die Erfolgschancen, die Möglichkeiten einer Beweissicherung und die anfallenden Kosten sowie das Kostenrisiko informiert. Im Rahmen der Erstberatung gelingt dies jedoch nur eingeschränkt, da nicht der gesamte Sachvorhalt bekannt ist.

Jedermann kann sich in jedem Verfahren vor Behörden oder Gerichten durch einen zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen. In einem Strafprozess oder einem Bußgeldverfahren wird der Rechtsanwalt als Verteidiger tätig. Die Stellung als Verteiiger ist gesetzliche geregelt. Insbesondere die Kommunikation mit dem Betroffenen oder Mandant ist gesetzlich geschützt. Auch dürfen Rechtsanwälte Akteneinsicht nehmen.
Im Zivilprozess besteht bei den Landgerichten, Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof die Verpflichtung, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Gleiches gilt bei anderen Verfahrensarten wie im Arbeitsrecht ab dem Landesarbeitsgericht. Der Sinn dieses sogenannten Anwaltszwangs liegt darin die höheren Instanzen der Gerichtsbarkeit zu entlasten, da Sachverhaltsaufklärungsarbeiten und rechtliche Voreinschätzungen vor Klageerhebung und während des Prozesses durch die Rechtsanwälte erfolgen sollen.

Das zum 1. Juli 2008 in Kraft getretene Rechtsdienstleistungsgesetz löste das bis dahin geltende Rechtsberatungsgesetz ab. Die außergerichtliche Rechtsberatung ist in größerem Umfang für Nicht-Anwälte geöffnet worden. Für den Kernbereich rechtlicher Dienstleistungen, d. h. vor allem die Vertretung vor Gericht, gilt das Anwaltsmonopol im Wesentlichen weiterhin. Die Erfahrungen mit der nicht anwaltlichen Vertretung hat gezeigt, dass nur eine anwaltliche Beratung und Vertretung den Interessen der Mandanten grundsätzlich gerecht werden.

Die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) führt die allgemeinen Aufgaben des Rechtsanwalts nicht abschließend auf. § 1 der BRAO definiert den Rechtsanwalt als „unabhängiges Organ der Rechtspflege“. § 3 BRAO führt aus: „Der Rechtsanwalt ist der unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten.“ Konkreter nennen §§ 48, 49 und 49a BRAO die Pflichten zur Prozessvertretung im Zivilprozess unter bestimmten Bedingungen, zur Pflichtverteidigung und zur Beratungshilfe. Die Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) nennt in § 1 Absatz 3 folgende Aufgaben des Rechtsanwalts: „... seine Mandanten vor Rechtsverlusten zu schützen, rechtsgestaltend, konfliktvermeidend und streitschlichtend zu begleiten, vor Fehlentscheidungen der Gerichte und Behörden zu bewahren und gegen verfassungswidrige Beeinträchtigung und staatliche Machtüberschreitung zu sichern.“ Die Unabhängigkeit der Rechtsanwälte und der Schutz vor ungerechtfertigter Verfolgung wegen ihrer rechtmäßigen Berufsausübung wird auch durch internationale Standards gesichert, wie z. B. die Empfehlung des Europarats zur freien Ausübung des Anwaltsberufs oder die UN Grundprinzipien betreffend die Rolle von Rechtsanwälten.

Abstrakt können Sinn und Aufgaben der anwaltlichen Tätigkeit wie folgt aufgegliedert werden:

Rechtsgestaltung (Kompliziertere, aber für die Wirtschaft bedeutende Rechtsgeschäfte würden ohne anwaltliche Hilfe in der Vertragsgestaltung oftmals unterlassen werden. Umstritten ist hingegen die Einbeziehung von Anwälten durch Ministerien für die Erarbeitung von Gesetzentwürfen)
Rechtssuchende über Ansprüche und Gegenansprüche aufzuklären und Beweise zu sichern
außergerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen (durch anwaltliche Aufforderungsschreiben, Vertragsstrafen). Vertragsstrafen und die Kostentragungspflicht des Anspruchgegners leisten dabei auch einen Beitrag zur Prävention vor zukünftigen Rechtsverstößen
Entlastung der Justiz durch Abraten von der Klageerhebung bei mangelnder Erfolgsaussicht (Filterfunktion für die Gerichte), außergerichtliche Streitbeilegung durch Abschluss von außergerichtlichen Vergleichen (damit auch zum Rechtsfrieden beizutragen), Mediation (in diesen Fällen wird der Anwalt als Mediator und nicht als Vertreter einer Partei tätig)
Verfahrenshilfe für die Prozesse vor den Gerichten zu leisten (Sachverhaltsklärung und Ordnen der Darlegungen, Rechtsausführungen)
Kontrolle der Rechtsprechung unterer Instanzen auf Rechtmäßigkeit, ggf. mit der Folge Rechtsmittel einzulegen
Prozesshandlungen vorzunehmen (zum Beispiel: Einreden zu erheben, Vergleiche abzuschließen, Rechtsmittel einzulegen)
durch Mitarbeit in den berufsständischen Organisationen, Beiträge in Fachzeitschriften oder Kommentaren zur Fortbildung der Rechtsauslegung, insbesondere der Rechtsprechung, und zur Gesetzgebung beizutragen.
Nach groben Schätzungen besteht die anwaltliche Arbeit an Mandaten zu mindestens 80 % aus Sachverhaltsaufklärung und zu 20 % aus daran anschließender Rechtsanwendung.
Sowohl im Arbeitsrecht, wie auch im Zivilrecht werden Prozesse in der Regel schriftlich bearbeitet. Daher kommen den anwaltlichen Schriftsätzen erhebliche Bedeutung zu.

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