Unter den Begriff Tantieme ist die variable Vergütung der Geschäftsführung oder leitender Angestellte zu verstehen. Bei Erreichen bestimmter Umsatz – oder Gewinnzielen erhält die Geschäftsführung oder leitende Angestellte eine als Vergütung gedachte Erfolgsbeteiligung. Der Anspruch auf Zahlung auf Tantieme ist wie die Bedingungen im Arbeitsvertrag oder Geschäftsführer Anstellungsvertrag enthalten. Aber auch die Weitergabe von eigenen Aktien des Arbeitgebers ist möglich. Von anderen Gratifikationen unterscheidet sich diese Art der Vergütung dadurch, dass es nicht auf die Leistung des einzelnen Arbeitnehmers ankommt, sondern auf das Erreichen eines vorher fest definierten Zieles durch das Unternehmen oder dem Betrieb.

Eine Freiwilligkeitsvereinbarung ist nicht zulässig, es sei denn, diese wurde individuell vereinbart. Dies folgt daraus, dass ein Teil der Arbeit durch die Tantieme abgegolten werden soll. Ein Widerrufsvorbehalt ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts nur dann möglich, wenn diese Vereinbarung individuell vereinbart wurde oder ein objektive Kriterien genannt werden, wann ein solcher Widerrufsrecht ausgeübt werden kann.