Datenschutz kann auch für den Arbeitnehmer von erheblicher Bedeutung sein. Insbesondere besteht das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Jeder Bürger, somit auch jeder Arbeitnehmer, hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit,und informelle Selbstbestimmung. Dieses Recht ist auch durch Dritte zu respektieren. Dies hat unter anderem zur Folge, dass nur Daten mit Zustimmung des Arbeitnehmers gesammelt werden dürfen. Dies betrifft insbesondere die Erhebung von Daten durch Datenverarbeitungsmittel wie einem Zeiterfassungssystems und dass Filme von Angestellten.

Insbesondere geschützt sind sogenannte personenbezogenen Daten. Dazu zählen neben den Namen, den Vornamen, den genauen Geburtsdatum, das Alter, das Vorliegen einer Behinderung oder andere Daten, die Personen voneinander unterscheiden machen.

Nicht nur die Erhebung von Daten ist speziell geschützt, sondern auch die Verarbeitung und Speicherung. So ist z.B. die Erhebung des Alters gegebenenfalls Voraussetzung für die Gehaltsabrechnung. Die Verwendung dieser Daten für die Erstellung einer Geburtsdatumsliste ist hingegen nicht notwendig und bedarf einer schriftlichen Erlaubnis des Arbeitnehmers. Auch die Veröffentlichung von einer solchen Liste muss genehmigt werden.

Nach dem geltenden Datenschutzrecht geltend zweit oberste Prinzipien. Zur Erhebung von Daten, Verarbeitung und Nutzung bedarf es der Einwilligung der jeweiligen Person. Darüber hinaus sind die gesammelten und gespreicherten Daten möglichst sparsamen zu verwenden. Daraus folgt, dass personenbezogene Daten möglichst zu anonymisieren sind. Werden Daten nicht mehr benötigt, so sind diese sofort zu löschen.

Eine rechtmäßige Datenverarbeitung des Arbeitgebers ist nur dann gegeben, wenn entweder der Arbeitnehmer der Datenverarbeitung zugestimmt hat oder ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers vorliegt, welches den Persönlichkeitsinteressen des Arbeitnehmers überwiegt. So ist z. B. das heimliche Filmen im Falle eines konkreten Verdachtes einer Straftat soweit zulässig, wie es keine milderen Mitteil zum Tatnachweis vorhanden ist und eine gewisse auf Tatsachen begründete Wahrscheinlichkeit für die Tätereigenschaft des verdächtigten Arbeitnehmers besteht.

Stets zulässig ist das Führen einer Personalakte mit Daten, die wesentlich für das Arbeitsverhältnis sind. Unwesentliche Daten, wie frühere Abmahnung ohne Rechtsentwicklung (Abmahnung älter wie 2 Jahre z. B.) sind unverzüglich aus der Personalakte zu entfernen.

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Auskunft, welche Daten vom Arbeitgeber gespeichert werden. Wenn diese Daten nicht mehr benötigt werden, besteht auch ein Löschungsanspruch.

In größeren Unternehmen ist ein Datenschutzbeauftragter zu stellen. Dieser Datenschutzbeauftragte genießt ein Sonderkündigungsrecht.
Informationen nicht übernommen werden.