Der Betriebsrat ist das von den Arbeitnehmern gewählte Mitbestimmungsorgan in dem jeweiligen Betrieb. Ein solcher Betriebsrat kann gewählt werden, wenn regelmäßig mindestens 5 Arbeitnehmer im Betrieb beschäftigt werden.

Neben dem Betriebsrat können Sprecherausschüsse von den leitenden Unternehmen gewählt werden. Sind mehrere Betriebsräte in einem Unternehmen vorhanden, so wird ein Gesamtbetriebsrat; bei Vorliegen eines Konzerns (mehrerer verbundener Unternehmen) ein Konzernbetriebsrat gebildet.

Der Betriebsrat ist ein nicht rechtsfähiges Organ der betrieblichen Mitbestimmung. Die Nichtrechtsfähigkeit bedeutet, dass dieser weder eigene Rechte erwerben, noch sich selbst als Betriebsrat gegenüber Dritten verpflichten kann. Einzelne Betriebsratsmitglieder können sich jedoch als natürliche Person zur einer Leistung verpflichten. Dies ist aber nicht notwendig. Die Kosten des Betriebsrates muss der Arbeitgeber aufbringen. Dieser muss insbesondere die Kosten für die sachliche und personelle Ausstattung und Fortbildungen tragen, § 40 BetrVG. Auch die Kosten einer gerichtlichen Auseinandersetzung muss ausschließlich der Arbeitgeber tragen, sodass dieser insbesondere unabhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens die Rechtsanwaltsgebühren des Betriebsrates und seines eigenen Prozessvertreters zu zahlen hat. Gerichtskosten fallen im Beschlussverfahren nicht an.

Der Betriebsrat wird nach der Wahlordnung gewählt. Er besteht aus einer ungleichen Anzahl von Betriebsratsmitgliedern. Diese Betriebsratsmitglieder sind der Verschwiegenheit verpflichtet, genießen jedoch auch einen besonderen Kündigungsschutz. Der Betriebsrat wird durch einen gewählten Vorsitzenden gegenüber den Arbeitnehmern und dem Arbeitgeber vertreten.

Jeder Betriebsrat kann Ausschüsse bilden. Diese Ausschüsse haben in der Regel nur beratende Funktion.

Die Aufgabe des Betriebsrates ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebes. Der Betriebsrat soll nach § 2 Abs. 1 BetrVG sowohl mit dem Arbeitgeber, wie auch mit den im Betrieb vertretenen Gewerkschaften zusammenarbeiten.

Der Betriebsrat hat Mitbestimmungsrechte. Je nach Themenkomplex erschöpft sich dieses Recht nicht nur im Recht der Information, sondern auch im Recht einzelnen Maßnahmen des Arbeitgebers zu widersprechen. So können z. B. personelle Maßnahmen nach einem Widerspruch des Betriebsrates nicht durch den Arbeitgeber umgesetzt werden, solange die notwendige Zustimmung des Betriebsrates nicht durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzt wurde. Setzt der Arbeitgeber trotzt der fehlenden Zustimmung des Betriebsrates eine Maßnahme um, so kann der Betriebsrat einen Antrag auf Ordnungsgeld gegen den Arbeitgeber beim zuständigen Arbeitsgericht stellen.

Nur mit dem Betriebsrat können Betriebsvereinbarungen abgeschlossen werden. Tarifverträge können nicht von einem Betriebsrat abgeschlossen werden. Eine Betriebsvereinbarung darf nur Regelungen enthalten, dich nicht üblicherweise in einem Tarifvertrag geregelt werden. Aus diesem Grund ist die Bestimmung, ob eine Regelung üblicherweise tarifvertraglich geregelt wird, entscheidend, ob eine Betriebsvereinbarung wirksam abgeschlossen werden kann.