Die Berufsgenossenschaft stellt die gesetzliche Unfallversicherung sicher. Diese dient wie die Krankenversicherung der Gesundheitsvorsorge und Krankenversorgung von den versicherten Arbeitnehmern. Neben den Leistungen bei einem Arbeitsunfall oder Berufskrankheit sind Präventionsmaßnahmen Hauptaufgaben der Berufsgenossenschaft. So werden Arbeitsvorschriften durch die Berufsgenossenschaft erlassen. Diese sind verbindlich. Insbesondere die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften werden durch eigene Außenmitarbeiter der Berufsgenossenschaft kontrolliert. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft kann die Berufsgenossenschaft bei festgestellten Verstößen Bußgelder verhängen.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Berufsgenossenschaft und einer Krankenversicherung ist der versicherte Personenkreis, die tatsächlich erbrachten Leistungen und die Finanzierung. Die Berufsgenossenschaften werden ausschließlich durch die Arbeitgeber finanziert. Versichert sind die jeweiligen Arbeitnehmer oder auf Antrag Selbstständige. Die Leistungen im Falle eines Arbeitsunfalles sind im Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung erheblich besser, da nicht jede Person wie bei der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden muss. Der Arbeitnehmer wird tatsächlich wie ein Privatpatient behandelt. Auch Zuzahlungen sind vom Arbeitnehmer nicht zu leisten.

Im Falle eines Arbeitsunfalles hat der Arbeitgeber diesen der Berufsgenossenschaft zu melden. Eine Meldung erfolgt auch durch den sogenannten Durchgangsarzt. Der Arbeitnehmer kann selbstverständlich auch den Arbeitsunfall anzeigen. Unter einem Arbeitsunfall ist auch ein Wegeunfall zu verstehen. Nicht versichert sind Tätigkeiten in der Pause, wenn diese außerhalb des Betriebsgeländes stattfinden.