Der Bereitschaftsdienst ist insbesondere bei Angestellten von Krankenhäusern und technischen Notfallbetrieben üblich. Der Bereitschaftsdienst ist von der Rufbereitschaft zu unterscheiden. Bei der Rufbereitschaft muss der Arbeitnehmer lediglich sicherstellen, dass dieser nach einem Ruf innerhalb eines bestimmten Zeitraumes seine Arbeitsleistung erbringen kann. Bereitschaftsdienst leistet ein Arbeitnehmer, wenn dieser sich im Betrieb oder an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufhält, um unverzüglich die Arbeit aufnehmen zu können. Der Arbeitnehmer muss in dieser Zeit erreichbar sein. Privatangelegenheiten darf der Arbeitnehmer jedoch zwischen den Einsätzen erledigen.
Bezahlt wird der Bereitschaftsdienst nach den Bedingungen des Arbeitsvertrages oder, wenn ein Tarifvertrag gilt, nach diesem. In der Regel wird lediglich ein prozentualer Anteil von der üblichen Vergütung bezahlt.

Der Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit. Das Arbeitszeitschutzgesetz findet daher Anwendung. Die Höchstarbeitszeit von regelmäßig 45 Stunden in der Woche muss daher eingehalten werden.