Arbeitsunfall

Der Begriff des Arbeitsunfalles entstammt dem Sozialrecht. Gemäß § 8 SGB VII sind Unfälle Arbeitsunfälle, wenn Versicherte aufgrund einer versicherten Tätigkeit einen Unfall erleiden. Unter Unfall sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen, zu verstehen.

Arbeitsunfälle sind insbesondere nach Abs. 2 dieser Vorschrift auch Wegeunfälle. Als Gesundheitsschaden gilt auch der Verlust oder die Beschädigung von Hilfsmitteln, wie z.B. Brillen, Hörgeräte und Rollstühle.

Voraussetzung ist, dass man zum Kreis der Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung zählt. Arbeitnehmer sind gemäß § 2 Abs. 1 SGB VII kraft Gesetzes versichert. Auch versichert sind Schüler, Auszubildende, freiwillig Versicherte und Bewerber.

Versichert sind die Versicherungsnehmer grundsätzlich zwischen dem Abschließen der Haustür von außen und dem Aufschließen der Haustür nach der Arbeit, wenn zwischenzeitlich der Arbeitnehmer direkt zu dem Arbeitsplatz gefahren ist und die Pause beim Arbeitgeber verbracht wurde.

Umwege beschränken den Versicherungsschutz unter anderem nicht, wenn entweder eigene Kinder von Versicherten, mit welchen der Versicherte im Haushalt lebt, in fremde Obhut gebracht werden (z.B. Schule, Kindergarten oder Tagesmütter) oder eine Fahrgemeinschaft mit anderen Berufsträgern oder Versicherten begründet werden.