Die Vorschriften über Arbeitsschutz erlassen hauptsächlich die Berufsgenossenschaften zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen. Die Einhaltung dieser Vorschriften kontrolliert neben den Berufsgenossenschaften auch der Arbeitgeber. Verstößt ein Arbeitnehmer gegen diese Vorschriften, so kann der Arbeitgeber zur Zahlung eines Ordnungsgeldes durch die Berufsgenossenschaft verpflichtet werden.

Der Arbeitgeber hingegen kann bei Nichteinhaltung dieser Vorschriften sich gegebenenfalls strafbar, aber auch schadensersatzpflichtig machen. Aus diesem Grund stellt der Verstoß eines Arbeitnehmers gegen die Arbeitsschutzvorschriften auch ein Verstoß gegen die Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis dar. Wiederholt der Arbeitnehmer nach einer Abmahnung eine solche Pflichtverletzung, so kann der Arbeitgeber als letztes Mittel den Arbeitnehmer ordentlich kündigen.