Was ist unter einer Altersteilzeit zu verstehen?

Mit dem Altersteilzeitmodell können Arbeitnehmer ab dem 55. Lebensjahr ihre Arbeitszeit verkürzen, um einen angenehmeren Übergang in die Altersrente zu ermöglichen. Es ist somit ein Instrument des vorgezogenen Ruhestandes. Dieses Modell wird gerne von Arbeitgebern genutzt, um die Anzahl der Arbeitnehmer zu reduzieren, ohne dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt. Die Altersteilzeit ist im Altersteilzeitgesetz geregelt. Grundsätzlich haben Arbeitnehmer keinen Anspruch hierauf. In Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen kann aber ein solcher Anspruch, wie auch in einem Arbeitsvertrag vereinbart werden.

Die Vergütung während der Altersteilzeit

In der Altersteilzeit arbeiten Arbeitnehmer nur noch zu 50 %. Dementsprechend reduziert sich auch der Lohn. Dies ist der Grund dafür, dass dieses Instrument gerne von Arbeitgebern verwendet wird, um die Lohnkosten zu senken. Teilweise ist jedoch der Arbeitgeber bereit, einen erhöhten Stundenlohn zu zahlen. Auch Tarifverträge können dies vorsehen. Eine staatliche Unterstützung für dieses Modell existiert nicht. Jedoch können sich aufgrund des Steuersystems Erleichterungen ergeben.

Welche Arten von Altersteilzeit gibt es?

Es ist zwischen Blockmodell und Gleichverteilungsmodell zu unterscheiden. Bei dem Blockmodell arbeitet der Arbeitnehmer in der ersten Phase wie zuvor weiter. In der zweiten Phase des Altersteilzeitmodells muss der Arbeitnehmer hingegen nicht mehr arbeiten. Dies ist die übliche Form der Altersteilzeit.

Beim Gleichverteilungsmodell arbeitet hingegen der Arbeitnehmer für mindestens drei Jahre mit der hälftigen Arbeitszeit weiter. Es reduziert sich hierdurch ausschließlich die Wochenstundenzahl, eine Freistellung vor dem Eintritt in die Regelaltersrente kann mit diesem Modell nicht erreicht werden.